Zeitzeugin Frau Zerr – Deutsche aus Russland

Im April besuchte Frau Zerr die Klasse 6c, die Klasse 6b und die Klasse 7a. Sie stellte die über 250-jährige Geschichte der Russlanddeutschen vor. Auf Einladung der Zarin Katharina II gingen zwischen 1764 bis 1767 ca. 30.000 Menschen von Deutschland nach Russland, um in Russland deutsche Kolonien aufzubauen. Sie erhofften sich ein besseres Leben. Während der Weltkriege verschlechterte sich das Leben der Deutschen in der Sowjetunion. Frau Galina Zerr stellt ihre eigene schicksalhafte Familiengeschichte vor. Sie wurde am 28. Februar 1944 geboren. Am 23.März 1944 musste die Familie die Sowjetunion verlassen und sie wurden in Deutschland als Reichsdeutsche eingebürgert. Der Vater und die Brüder wurden in die Wehrmacht einberufen. Drei Geschwister starben bei einer Explosion in Deutschland. Nach 1945 wurde die Familie in Viehwaggons nach Sibirien transportiert. Drei Geschwister waren verschollen, die man später in der DDR, in Österreich und im sowjetischen Gefangenlager wiederfand. 1977 konnte Frau Zerr nach Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) auswandern. Die Schüler hörten begeistert zu und stellten viele Fragen. Dabei sprachen sie auch über die aktuelle Weltsituation (Krieg in der Ukraine, im Iran, Israel, Palästina). Nach der tragischen Geschichte der Familie Zerr verstanden die Schüler, dass es keine Kriege geben sollte und dass der Erhalt des Friedens ein sehr wichtiges Ziel ist.

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